- Glossar
- AML (Bekämpfung der Geldwäscherei)
AML (Bekämpfung der Geldwäscherei)
Die Gesetze und Kontrollen, die verhindern sollen, dass Kriminelle illegales Geld über legitime Unternehmen schleusen.
AML steht für Anti-Money Laundering, also die Bekämpfung der Geldwäscherei. Gemeint sind die Regeln und Prozesse, die es erschweren, die Herkunft krimineller Gelder zu verschleiern und Terrorismus zu finanzieren. Banken, Zahlungsdienstleister, Krypto-Unternehmen, Vermögensverwalter und einige weitere Unternehmen müssen ihre Kundschaft identifizieren, Transaktionen überwachen und verdächtige Aktivitäten melden.
Die wichtigsten Bausteine
- Identifizierung und Identitätsprüfung der Kundschaft (KYC) beim Onboarding.
- Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person hinter Gesellschaften und Strukturen.
- Eine Risikobeurteilung pro Kunde, mit verstärkten Abklärungen bei höherem Risiko.
- Laufende Überwachung der Transaktionen und Aktualisierung der Kundendaten.
- Meldung verdächtiger Aktivitäten an die Meldestelle für Geldwäscherei.
- Dokumentation, wie all dies umgesetzt wurde.
In der Schweiz und in der EU
In der Schweiz unterstehen Finanzintermediäre dem Geldwäschereigesetz (GwG) und werden von der FINMA oder einer Selbstregulierungsorganisation (SRO) beaufsichtigt. In der EU schafft das AML-Paket ein einheitliches Regelwerk: mit der Geldwäschereiverordnung (AMLR) und einer neuen EU-Behörde, der AMLA, mit Sitz in Frankfurt.
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